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Schüsse in Bielefeld: Die Verbindung zum Mordfall des Boxers Besar Nimani


Prozess um getöteten Ex-Boxer
Schüsse in Bielefeld: Vier Verletzte nach Angriff nahe Landgericht

Von t-online
Aktualisiert am 27.02.2025Lesedauer: 2 Min.
Großeinsatz der Polizei am Landgericht in BielefeldVergrößern des Bildes
Beamte der Spurensicherung stehen am Tatort in der Bielefelder Innenstadt. (Quelle: Friso Gentsch/dpa/dpa-bilder)
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Nach dem Prozess um einen getöteten Ex-Profiboxer fielen Schüsse in Bielefeld. Vier Menschen wurden verletzt, einer lebensgefährlich. Die Polizei fahndet mit Hochdruck.

In unmittelbarer Nähe des Landgerichts Bielefeld sind am Mittwoch Schüsse gefallen. Vier Personen wurden dabei verletzt. Der Vorfall ereignete sich gegen 13.40 Uhr auf der Bundesstraße B66, nur wenige Schritte vom Gerichtsgebäude entfernt – kurz nachdem dort eine Verhandlung zu Ende gegangen war.

Die Polizei geht von einem gezielten Angriff auf Personen aus, die in Verbindung zu einem laufenden Mordprozess stehen. Seit Ende Januar wird dort unter strengen Sicherheitsvorkehrungen gegen einen Mann verhandelt, der für den Tod des ehemaligen Profiboxers Besar Nimani verantwortlich sein soll.

Polizei nimmt zwei Tatverdächtige fest

Direkt nach der Tat wurden zwei Verdächtige festgenommen. Ihre genaue Beteiligung sei jedoch noch nicht geklärt, teilte die Polizei am Abend mit. Nach einer dritten Person mit unklarer Tatbeteiligung wird weiterhin gefahndet. Polizisten mit Maschinenpistolen durchsuchten ein Gebäude in Tatortnähe – allerdings ohne Erfolg.

Alle vier Verletzten befinden sich zur Behandlung im Krankenhaus. "Entgegen anderslautender Medienberichterstattung ist zum jetzigen Zeitpunkt keine verletzte Person verstorben", teilte die Polizei am späten Abend mit. Der Zustand der verletzten Personen sei aktuell stabil.

Die Polizei sperrte den Bereich weiträumig ab, mehrere Rettungswagen waren im Einsatz, ebenso ein Hubschrauber. An einem nahegelegenen Gymnasium blieben Schüler und Lehrkräfte auf Empfehlung der Polizei zunächst in ihren Klassenräumen, bevor gegen 15.15 Uhr Entwarnung gegeben wurde.

Schießerei könnte mit Mordprozess in Verbindung stehen

Der Mordprozess, mit dem die Schießerei in Verbindung stehen könnte, dreht sich um die Tötung des Ex-Boxprofis Nimani. Laut Anklage sollen zwei Männer dem 38-Jährigen am 9. März 2024 in der Bielefelder Fußgängerzone aufgelauert und 16 Schüsse auf ihn abgegeben haben. Das Opfer verblutete noch vor Ort. Das Motiv ist bis heute unklar. Der wegen heimtückischen Mordes angeklagte 34-Jährige hat sich bislang nicht zu dem Tatvorwurf geäußert. Ein weiterer Tatverdächtiger in diesem Fall ist weiterhin auf der Flucht.

Die Verhandlungstage im Mordprozess finden unter großen Sicherheitsauflagen statt. Beamte einer Einsatzhundertschaft der Polizei sichern jeweils das Gebäude und den Verhandlungssaal. Alle Besucher, Nebenkläger und Medienvertreter müssen sich vor Eintritt in den Gerichtssaal durchsuchen lassen.

Die Ermittlungen zu dem aktuellen Vorfall laufen nach Polizeiangaben "auf Hochtouren". Eine mögliche Tatwaffe wurde bereits gefunden.

Verwendete Quellen
  • Mit Informationen der Nachrichtenagentur dpa
  • presseportal.de: verschiedene Pressemitteilungen der Polizei Bielefeld vom 26.2.25
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