GSG 9: Die Spezialeinheit der Bundespolizei

Die GSG 9 ist eine Spezialeinheit der Bundespolizei. Sie ist auf Antiterrorkampf, Geiselbefreiung und Bombenentschärfung spezialisiert.

Die Männer der Einheit werden vornehmlich zur Bekämpfung der Schwerstkriminalität eingesetzt, die für Beamte im normalen Streifendienst viel zu gefährlich wäre.

Die Spezialeinheit wurde nach der blutig verlaufenen Geiselnahme bei den Olympischen Spielen in München im September 1972 aufgestellt. Bei der Aktion eines palästinensischen Terrorkommandos war der Zugriff durch reguläre Polizeikräfte misslungen.

Eine schlagkräftige Antiterroreinheit wurde geschaffen. Offiziell wurden die Beamten zunächst als Grenzschutzgruppe 9 geführt, heute gehören sie zur Bundespolizei.

Der spektakulärste Einsatz der GSG 9 war wohl die Befreiung der entführten Lufthansamaschine "Landshut" im Oktober 1977 in Mogadischu. Bei dem äußerst schwierigen Kommando konnten alle Passagiere gerettet werden.

Die GSG 9 kann - mit dem Einverständnis des Einsatzlandes - außerhalb der Bundesrepublik eingesetzt werden. Im Gegensatz zur Bundeswehr ist hierfür kein Bundestagsmandat notwendig.

Durch die Spezialausbildung, die unter anderem auch Fallschirmspringen, Tauchen oder Scharfschützentraining umfasst, ist die Truppe sehr flexibel einsetzbar.

Nach offiziellen Quellen gliedert sich die GSGH 9 in eine Führungsgruppe, vier Einsatzeinheiten mit je 32 Mann, drei technische Gruppen und eine Versorgungseinheit.

Genauere Details sind nur schwer zu erfahren; die Beamten sind zum Schweigen über den Inhalt ihrer Tätigkeit verpflichtet.

Angeblich sollen Teile der Einheit unter anderem auch vor der somalischen Küste zum Schutz deutscher Schiffe eingesetzt sein.