So fährt ein Fahrrad aus dem 3D-Printer

Eine ungewöhnliche Erscheinung: Bei Urwahn-Bikes fehlt das Sitzrohr wie man es kennt - so auch beim ersten E-Gravel der Marke, dem Waldwiesel.E. Der Rahmen ist vernickelt und gegen Kratzer weitgehend geschützt.

Über diese Buchse in Tretlagernähe - der Bereich stammt aus dem 3D-Drucker - wird der Hauptakku geladen - entweder per Ladegerät an einer Steckdose oder per Range-Extender.

Gegen Aufpreis: Die vordere Beleuchtung stammt von der deutschen Highend-Marke Supernova. Der Rennlenker mit ausgestelltem Unterlenker gehört dagegen zu den typischen Merkmalen von Gravelbikes.

Aufgezogen sind 40 Millimeter breite Profilreifen, die auf lockerem Grund für Grip sorgen, aber auch bei Geschwindigkeitsfahrten nur wenig Rollwiderstand verursachen.

Die Pedale bieten dank rauer Oberfläche guten Halt für die Schuhsohlen.

Dezent ist der Daumencontroller, mit dem sich die Unterstützungsstufen des Heckmotors anwählen lassen. Leider fehlt es bei der Bedienung an haptischer Rückmeldung.

Der Urwahn-Schwung: Laut Hersteller bietet die Hinterbaukonstruktion aus dem 3D-Drucker besondere Dämpfungseigenschaften.

Hydraulische Bremsscheiben mit Discs von 160 Millimetern Durchmesser sorgen hinten wie vorn für verlässliches Bremsverhalten. Die GRX-Schaltung agiert präzise und schnell, besitzt kleine Berggänge sowie dank elf Zähnen auf dem kleinsten Ritzel und auch eine große Übersetzung für Geschwindigkeitsfahrten.

Extra-Saft: Sieht aus wie eine Trinklasche, ist aber keine, sondern ein Zusatzakku. Der Range-Extender lädt während der Fahrt den Hauptakku im Unterrohr.

Clean Machine: Die Bremszüge verschwinden beim Waldwiesel.E alsbald im Rahmen. Der Steuerkopf zählt zu den gedruckten Rahmenteilen.