Erste 8000er-Besteigung: Manaslu 2013
Andreas Friedrich im normalen Leben: Luftfracht-Pilot. Zum Artikel: Erste 8000er-Besteigung - warum und wie man als Normalo die höchsten Berge der Welt besteigt
Nebenbei ist er allerdings leidenschaftlicher Bergsteiger: Seine erste 8000er-Besteigung führte ihn auf den Gipfel des Manaslu im Himalaya. Hier ist der Münchner noch im Base-Camp: Sonne, Neuschnee und brennender Wacholder auf dem Puja-Altar lassen die Gipfelwelt märchenhaft aussehen. Zum Artikel: Erste 8000er-Besteigung - warum und wie man als Normalo die höchsten Berge der Welt besteigt
Der 50-Jährige Andreas und sein 23-jähriger Sherpa Urken Lundrup, der schon mehrfach auf dem Mount Everest war. Ohne ein gutes Expeditions-Team ist die Besteigung eines so hohen Berges, ob es nun der erste 8000er oder bereits der zweite, dritte oder vierte ist, nicht möglich.Zum Artikel: Erste 8000er-Besteigung - warum und wie man als Normalo die höchsten Berge der Welt besteigt
Genauso nötig ist natürlich eine gute Vorbereitung. Andreas hat zwei Jahre lang viele Höhenmeter gesammelt, um die nötigen Voraussetzungen für den 8163 Meter hohen Berg mitzubringen. Schon das Camp 2 liegt auf 6250 Metern Höhe, im Hintergrund ist der East Pinnacle zu sehen, ein Nebengipfel mit 7992 Metern Höhe. Zum Artikel: Erste 8000er-Besteigung - warum und wie man als Normalo die höchsten Berge der Welt besteigt
Schöne Aussichten garantieren die Nächte am Manaslu (hier wieder der East Pinnacle) - klare Sicht bedeutet aber auch eine kalte Nacht.Zum Artikel: Erste 8000er-Besteigung - warum und wie man als Normalo die höchsten Berge der Welt besteigt
Mindestens genau so schön ist der nächste Morgen: Sonnenaufgang in Camp 2. Laut Andreas der beste morgendliche Ausblick der Welt.Zum Artikel: Erste 8000er-Besteigung - warum und wie man als Normalo die höchsten Berge der Welt besteigt
Doch Andreas bringt auch schlimme Erinnerungen mit von seiner ersten 8000er-Besteigung. Zur gleichen Zeit ereignete sich ein Unglück: Eine Lawine begrub mehrere Bergsteiger unter sich. Als es geschah, befand sich der Hobby-Bergsteiger noch im Basislager, das von der Lawine nicht betroffen war. Hier werden die toten Bergsteiger mit Planen abgedeckt. Es sind Bilder wie dieses, die Andreas immer noch verfolgen.Zum Artikel: Erste 8000er-Besteigung - warum und wie man als Normalo die höchsten Berge der Welt besteigt
Trotzdem geht Andreas' Expeditionsteam den Aufstieg nach fünf Tagen an. Leiter Russell Brice und alle Sherpas geben ihr OK, und so geht die Besteigung weiter. Hier hat Andreas gerade die Traverse des Manaslu-Gletschers unterhalb des Einstiegs zum Hourglass (steiler Abschnitt von etwa 2000 Höhenmetern) passiert.Zum Artikel: Erste 8000er-Besteigung - warum und wie man als Normalo die höchsten Berge der Welt besteigt
Mit all dem Adrenalin im Blut fühlt sich Andreas während der Manaslu-Besteigung richtig gut: Auch im windgepeitschten Camp 3 auf 6760 Metern strahlt er mit der Sonne um die Wette. Zum Artikel: Erste 8000er-Besteigung - warum und wie man als Normalo die höchsten Berge der Welt besteigt
Doch natürlich: Trotz guter, zweijähriger Vorbereitung sieht man dem Münchner die Anstrengungen am frühen Morgen vor dem endgültigen Gipfelaufstieg an.Zum Artikel: Erste 8000er-Besteigung - warum und wie man als Normalo die höchsten Berge der Welt besteigt
Die Bergsteiger und Sherpas machen sich aus Camp 4 in 7900 Metern Höhe auf in Richtung Gipfel. Zum Artikel: Erste 8000er-Besteigung - warum und wie man als Normalo die höchsten Berge der Welt besteigt
Bis sie endlich - nach 50 Tagen - oben sind: Andreas steht auf dem Gipfel des Manaslu. Richtig freuen kann er sich erst beim Abstieg, zu nah sind noch die schlimmen Erinnerungen an die Tragödie ein paar Tage zuvor... Zum Artikel: Erste 8000er-Besteigung - warum und wie man als Normalo die höchsten Berge der Welt besteigt
"Das Gipfelerlebnis selbst war sicher toll, aber die Freude hielt sich irgendwie in Grenzen. Erst als ich im Abstieg das Gipfelplateau unterhalb des Gipfels erreichte und erneut nach oben schaute, hat es richtig Klick gemacht. Ich blieb lange stehen, habe den Ausblick genossen, mir alle Bilder eingeprägt, die Szenerie aufgesaugt." Während des gesamten Aufstieges hatte Andreas immer ein Bild seiner Tochter dabei.Zum Artikel: Erste 8000er-Besteigung - warum und wie man als Normalo die höchsten Berge der Welt besteigt
Für die Leistung der Sherpas (im Bild Urken Lundrup Sherpa mit Andreas) hat der Pilot und Bergsteiger viele gute Worte übrig, auch als die Sprache auf die Schlägerei am Everest im Mai 2013 kommt: "Westliche Bergsteiger sollten sich um mehr Demut bemühen, sie sollten diesen Sherpas allen gebührenden Respekt zeigen, den sie verdienen. Dazu gilt es zu verstehen, dass Bergsteigen per se nicht in der Natur der Sherpas liegt und sie trotzdem ihr Leben riskieren für ihre Klienten. Und sicher auch Geld damit verdienen." Das wird Andreas auch bei seinem nächsten Ziel beherzigen: dem Mount Everest.Zum Artikel: Erste 8000er-Besteigung - warum und wie man als Normalo die höchsten Berge der Welt besteigt