Was bei Ping-Anrufen zu tun ist
Ist da jemand? Wer eine unbekannte Nummer zurückruft und am anderen Ende der Leitung nichts hört, könnte auf einen Ping-Anruf hereingefallen sein.
Ein Anruf aus Mönchengladbach? Auf den ersten Blick sind tunesische Nummern wegen ihrer Vorwahl leicht mit einer deutschen Nummer zu verwechseln. Das macht sie beliebt für betrügerische Ping-Anrufe.
Kostenlose Preisansagen bei Auslandsanrufen sollen verhindern, dass Leute auf die Masche der Betrüger hereinfallen. Die Schutzmaßnahme zeigt offenbar Wirkung, denn die Betrugsfälle gehen zurück. Die Vorgabe gilt aber nur für bestimmte Ländervorwahlen. Im Februar 2018 hat die Bundesnetzagentur die Preisansage für 56 Ländervorwahlen wieder eingeführt, da diese häufiger mit deutschen Nummern verwechselt wurden und für Ping-Calls missbraucht wurden.
Wer auf einen Ping-Call hereingefallen ist, kann den Schaden begrenzen, indem er bei der Bundesnetzagentur Beschwerde einlegt. Die Behörde kann ein "Rechnungslegungs- und Inkassierungsverbot" verboten. Das heißt: Die hohen Telefongebühren für den ungewollten Auslandsanruf werden nicht abgerechnet und die Betrüger gehen leer aus.
Smartphone-Nutzer können sich vor Ping-Calls schützen, indem sie Anrufe von unbekannten Nummern blockieren. Das geht sowohl auf iPhones als auch Android-Handys. Um unerwünschte Anrufe auf dem Festnetz zu blockieren, muss man sich unter Umständen an den Telefonanbieter wenden. Ist die Telefonanlage mit dem Router verbunden, können auch die Routereinstellungen weiterhelfen. Dort lassen sich teure Hotlines und Auslandsnummern sperren.