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Karneval in Aachen: Wie jeck der Fettdonnerstag abläuft


Newsblog zum Karnevalsstart
Oche Alaaf: So ist Aachen in den Karneval gestartet

Von t-online, abr, kk

Aktualisiert am 27.02.2025 - 14:58 UhrLesedauer: 4 Min.
Kein Faktencheck nötig: Martina Halek geht heute als Fake-News.Vergrößern des Bildes
Kein Faktencheck nötig: Martina Halek geht heute als Fake-News. (Quelle: Katrin Krause)
News folgen

Es geht wieder los: Zum Karnevalsstart wird in Aachen das Rathaus gestürmt – danach geht es in der Altstadt rund. Alle Infos zum jecken Treiben im Newsblog von t-online.

Es beginnt zu regnen, das Pennzelt ist so gut wie ausverkauft

14.30 Uhr: Es beginnt stark zu regnen, die Karnevalisten ziehen sich zum Teil von der Straße zurück und gehen ins Pennzelt, oder in Kneipen wie den Domkeller oder in die Karnevalskneipe Stehgraa. Am Markt ist gar nichts mehr los. Es gibt inzwischen keine günstigen Tageskarten mehr für das Pennzelt, nur noch die teureren Expresskarten.

Menschen tragen "martialische Kostüme"

Vor dem Start des Straßenkarnevals hatte Frank Prömpeler, Präsident des Festausschusses des Aachener Karnevals, dazu aufgerufen, sensibel zu sein und auf martialische Verkleidungen zu verzichten. Hintergrund dafür waren Vorfälle in Aschaffenburg und Müchen und Terrorwarnungen, unter anderem für Köln.

Am Morgen waren kaum Kostüme zu sehen, zu denen Waffenattrappen gehörten, doch im Laufe des Vormittags strömen immer mehr Gruppen junger Leute auf den Marktplatz. Sie treffen sich vor dem "Rewe", um Getränke zu holen. Unter ihnen gibt es Serienkiller aus Horror-Filmen wie Jason Vorhees, einige junge Männer und junge Frauen sind als "SWAT"-Einsatzkommando oder Soldaten verkleidet.

Die Altstadt füllt sich

12.48 Uhr: In der Altstadt herrscht mittlerweile dichtes Gedränge. Zum Beispiel vor der Bühne Am Hof: Vor dem Domkeller haben sich hunderte Menschen versammelt. Sie alle haben gute Laune, einige tanzen bereits durch die Menge.

Martina Halek kommt aus Polen und verkleidet sich als "Fake-News"

12.18 Uhr: Martina Halek kommt ursprünglich aus Polen. Aber der Aachener Straßenkarneval hat es der Germanistik-Studentin angetan. Sie und einige ihrer Kommilitoninnen sind seit 10 Uhr auf den Beinen, um das Bühnenprogramm am Markt zu sehen und in Polonaisen mitzulaufen.

Halek hat sich heute ein besonderes Kostüm ausgedacht: Sie geht als "Fake-News". Dafür hat sie sie ein paar Logos von Apps, auf denen Falschnachrichten verbreitet ausgedruckt und einen Unterrock aus Zeitungspapier gebastelt. Wie sie auf das Kostüm gekommen ist? "Es war einfach und billig", sagt sie. Zudem sei es ein Thema, das momentan politisch viel diskutiert werde und einem immer wieder begegne.

Menschen kaufen Last-Minute-Kostüme

12 Uhr: Auch am ersten Karnevalstag selbst kaufen noch einige Menschen ein "Last-Minute-Kostüm", sagt Michaela Meeßen, Filialleiterin beim Kostümverkauf Deiters. Besonders beliebt dieses Jahr? "Alles, was mit Tieren zu tun hat", sagt Meeßen. Kostüme mit wärmendem Fell seien bereits im Vorfeld nahezu ausverkauft gewesen. Denn beim Straßenkarneval im Februar sei es schließlich noch kalt draußen. Deshalb suchten viele Menschen nach einem Kostüm, das man über die Jacke ziehen könne. Last-Minute seien nun vor allem Haribo-Kostüme und Verkleidungen mit Pailletten begehrt.

Eine von den Last-Minute-Shoppern ist Tina Sutterlei-Köpke. Sie kommt ursprünglich aus dem Sauerland und ist somit "kein Öcher Mädche", wie sie sagt. Da sie nach Aachen eingeladen wurde, wollte sie sich noch schnell ein Kostüm besorgen. Sie hat sich für einen bunten Poncho entschieden – in weiser Voraussicht. "Den kann ich gut über die Jacke ziehen, wenn ich draußen am Rosenmontagszug stehe", sagt sie.

Bäckereien verkaufen hunderte Berliner

11.43 Uhr: Berliner gehen heute weg wie warme Semmeln: Die Bäckerei Moss hat laut eigenen Angaben schon über 400 Berliner verkauft – bei Nobis sind ebenso viele schon über die Ladentheke gegangen, sagt eine Bäckereiverkäuferin. "Sogar noch mehr", unterbricht ein Kollege sie – wer entscheidet das Rennen für sich?

Der Straßenkarneval beginnt langsam

11.30 Uhr: Vor dem Pennzelt auf dem Katschhof ist schon etwas los. Das Zelt erfreut sich jedes Jahr größter Beliebtheit – früh da sein, ist deshalb von Vorteil.

Auch vor dem Domkeller wärmen sich die Leute schon auf: Rund 50 Menschen haben sich hier eingefunden – bei strahlendem Sonnenschein. Richtig voll ist aber noch nicht, viele sind wohl noch bei privaten Feiern, bevor es später ins Zelt oder in die Kneipe geht.

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Auch dieses ältere Paar ist unterwegs Richtung Markt – sie wollen sich die Tropigarde anschauen, die gleich auftritt.

Das Rathaus ist gestürmt

11.11 Uhr: Die Marktweiber sowie Karnevalsprinz Serkan I. stürmen das Rathaus. Der Prinz sichert sich den Schlüssel. "Das ging so schnell, ich hab es kaum gespürt", sagt Oberbürgermeisterin Keupen.

Im Anschluss gibt der Prinz auf einer Bühne auf dem Markt alles. Es wird gesungen und geschunkelt.

Ein dreifach kräftiges "Oche Alaaf" darf natürlich nicht fehlen. Die Stimmung ist gut, was auch am Wetter liegt, das sich innerhalb kurzer Zeit stabilisiert hat – trotz 6 Grad scheint die Sonne, es ist gefühlt wärmer.

Countdown zum Rathaussturm

11 Uhr: In elf Minuten wird das Rathaus gestürmt. Die Prinzengarde marschiert bereits ein, die Kapelle spielt Musik.


Verwendete Quellen
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