Baby verhungert Eltern ernährten Lucas laktose- und glutenfrei

Ein belgisches Gericht hat ein Elternpaar zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Die Eltern hätten ihren Sohn nicht ausreichend versorgt, so dass der kleine Lucas an Mangelernährung starb.
Der Säugling starb im Alter von sieben Monaten. Seine Organe waren zu diesem Zeitpunkt um die Hälfte geschrumpft und wiesen keinerlei Fett auf. Lucas wog bei seinem Tod nur 4,3 Kilogramm, knapp ein Kilogramm mehr als bei seiner Geburt.
Seine Eltern betreiben ein Geschäft für natürliche Lebensmittel und ernährten ihr drittes Kind laktose- und glutenfrei, obwohl bei dem Baby keinerlei Unverträglichkeiten diagnostiziert wurden. Einen Arzt zogen sie nicht hinzu, wie aus Gerichtsdokumenten hervorging.
Am Tag seines Todes vor drei Jahren verschlechterte sich Lucas' Zustand rasch. Die Eltern brachten ihn zunächst zu einem Homöopathen. Als das Kind schließlich im Krankenhaus eintraf, war es bereits tot.
Die Eltern können Berufung gegen das Urteil einlegen. Das Gericht verwies jedoch darauf, dass das Urteil bereits milde ausgefallen sei. "Es ist klar, dass die Angeklagten bereits schwer bestraft sind, weil sie mit dem Wissen weiterleben müssen, dass sie für den Tod ihres Sohnes verantwortlich sind, den sie ehrlich geliebt haben", erklärte die Richterin.