Grund für den Wiederaufstieg AfD-Vize: Flüchtlingskrise ist "ein Geschenk für uns"

Der Vizevorsitzende der Alternative für Deutschland (AfD), Alexander Gauland, sieht in der Flüchtlingskrise ein "Geschenk" für seine Partei. "Natürlich verdanken wir unseren Wiederaufstieg in erster Linie der Flüchtlingskrise", sagte er dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".
"Man kann diese Krise ein Geschenk für uns nennen", so Gauland. "Sie war sehr hilfreich." Zur Jahresmitte dümpelte die rechtspopulistische Partei nach den Querelen um die Ausrichtung der Partei und dem Austritt ihres Gründers Bernd Lucke bei drei Prozent.
Wiederaufstieg nach Sturz in Bedeutungslosigkeit
Im November wurde sie in einer Umfrage des Insa-Meinungstrends mit 10,5 Prozent erstmals drittstärkste Partei in Deutschland.
In Ostdeutschland legte die AfD am stärksten zu. "Von denen, die jetzt an die Urnen gehen würden, bekäme die AfD in Ostdeutschland 16 Prozent und in Bayern zehn Prozent", erklärte der Chef des Forsa-Instituts, Manfred Güllner. Das hohe Stimmergebnis führte er nicht nur auf zahlreiche Talkshow-Auftritte von prominenten Parteimitgliedern in jüngster Zeit zurück, sondern auch auf eine sinkende Zahl von Wahlwilligen.