Mindestens 18 Tote Angriff auf Restaurant in Burkina Faso

Gäste eines türkischen Restaurants in Burkina Faso standen plötzlich unter scharfem Beschuss. Mutmaßlich islamistische Extremisten eröffneten das Feuer auf sie. Mindestens 18 Menschen starben.
Die beiden Angreifer lieferten sich die ganze Nacht über ein Feuergefecht mit Polizisten und wurden schließlich selbst getötet, wie Kommunikationsminister Remi Dandjinou mitteilte. Er erklärte den Angriff am Montagvormittag für beendet.
Unter den Toten waren mehrere Ausländer: zwei Kuwaiter und je eine Person aus Frankreich, der Türkei, Kanada, Senegal, Nigeria und dem Libanon. Dandjinou sagte, die meisten Toten seien Frauen und Kinder. Einige weitere Menschen waren zum Teil schwer verletzt.
Nach Angaben der Polizei waren die Angreifer auf Motorrädern vor dem Restaurant vorgefahren und hatten wahllos das Feuer auf Gäste eröffnet. Die Polizei rückte mit gepanzerten Wagen an. Fast sieben Stunden lang hallten Schüsse durch die Stadt. Zeitweise war von vier Angreifern die Rede gewesen.
Wer hinter dem Angriff auf das "Café Istanbul" im Zentrum der Hauptstadt Ouagadougou steckte, war unklar. Nach Medienberichten bekannte sich zunächst auch niemand zu der Attacke. Für einen ähnlichen Angriff auf ein Café im Januar 2016 mit 30 Toten hatten die Terrorgruppe Al Kaida im Islamischen Maghreb und die Dschihadistengruppe Al Mourabitoun die Verantwortung übernommen. Das damals überfallene Restaurant "Le Cappucino" liegt in der selben Straße wie das "Café Istanbul".