Großrazzia mit 400 Festnahmen Türkei geht massiv gegen Kurden vor
In der Türkei wurden in einer landesweiten Großrazzia 412 mutmaßlich militante Kurden festgenommen. Nach Angaben des Innenministeriums habe die Polizei in 21 Provinzen nach kurdischen Extremisten gefahndet.
Die Einsätze erfolgten nach einem Anschlag auf eine Polizeiwache in der südosttürkischen Stadt Diyarbakir am Dienstag, zu dem sich die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK bekannt hatte.
Das Ministerium teilte weiter mit, dass in dieser Woche bei Razzien in 13 Provinzen 131 mutmaßliche Mitglieder der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) festgenommen worden seien.
Die Sicherheitslage ist in der Türkei vor dem Referendum am kommenden Sonntag über eine Verfassungsänderung angespannt, mit der Präsident Recep Tayyib Erdogan ein Präsidialsystem einführen will. Damit würden seine Befugnisse und Vollmachten ausgeweitet.