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Schlehen: Wirkung und Inhaltsstoffe der Schlehe


Kräuterlexikon
Schlehe: nicht nur als Gelee geeignet

hm (CF)

01.11.2016Lesedauer: 2 Min.
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Die Früchte der Schlehe sehen Heidelbeeren zum Verwechseln ähnlich.Vergrößern des Bildes
Die Früchte der Schlehe sehen Heidelbeeren zum Verwechseln ähnlich. (Quelle: blickwinkel/imago-images-bilder)

Die Früchte der Schlehe werden gern für Likör, Marmelade, Gelee, Sirup oder zum Verfeinern von Gerichten verwendet, aber auch als Heilpflanze macht sie eine außerordentlich gute Figur. Mehr im Kräuterlexikon.

Pflanze

Die Schlehe (Prunus spinosa) ist ein bis zu fünf Meter hoher Strauch, der an Wäldern und Feldern in ganz Europa anzutreffen ist. Schlehdorn beziehungsweise Schlehe gehört zu den Rosengewächsen. Von März bis April sprießen ihre ansehnlichen weißen Blüten. Die blauen pflaumenartigen und einen Zentimeter großen Früchte können ab Oktober geerntet werden.

Sie schmecken vorerst herb zusammenziehend und sind kaum genießbar. Nach einigen Frosteinflüssen aber entfalten die Früchte einen süß-säuerlichen Geschmack. Die Ernte der Schlehenpflanzenteile wird durch zahlreiche Dornen allerdings etwas erschwert.

Verwendete Pflanzenteile

Wirkende Inhaltsstoffe sind in Blüten, Früchten sowie Wurzelrinde des Schlehdorns enthalten. Verwendet werden meist die Früchte als Mundspülung, da die Wirkung dieser medizinisch anerkannt ist. Die Pflanzenteile werden frisch oder getrocknet angewendet und aus ihnen neben der Mundspülung auch Tee, Schlehensaft und Schlehenöl hergestellt.

Inhaltsstoffe

  • Flavonoide
  • Gerbstoffe
  • Amygdalin
  • Emulsin
  • Nitritglykosid
  • Apfelsäure
  • Glykoside
  • Vitamin C

Wirkung

Medizinisch anerkannt – und daher oft verwendet – ist die Mundspülung aus Schlehenfrüchten zur Entzündungshemmung in Mund und Rachen. Die herben Früchte dienen aber auch als Unterstützung bei Erkältung und Halsschmerzen. Die Flavonoide wirken schweißtreibend, wodurch Fieber gesenkt wird.

Die Früchte stärken mit ihrem Anteil an Vitamin C das Immunsystem und geben nach einem Infekt wieder Energie. Auch abgekochte Wurzelrinde kann bei Fieber Abhilfe erschaffen. Schlehenblütentee wirkt leicht harntreibend und unterstützt die Blase und Nieren. Dabei wird auch die Entschlackung des Körpers angeregt.

Außerdem stellt der Tee ein äußerst mildes Abführmittel bei Verstopfung dar und beruhigt den Magen. Verwendung findet er ebenfalls bei Gicht oder rheumatischen Symptomen sowie geschwollenen Füssen. Schlehe ist im Frühjahr eine gern genommene Kur, da sie ebenfalls eine blutreinigende Wirkung erzielt. Bei Hautproblemen kann Schlehenöl helfen.

Nebenwirkungen

Der Kern der Schlehe bildet bei Verzehr in geringen Mengen Blausäure. Für einen Erwachsenen und in Maßen ist es ungefährlich, bei Kleinkindern in großen Mengen aber bedenklich.

Transparenzhinweis
  • Die Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung und dürfen daher nicht zur Selbsttherapie verwendet werden.
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